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Die St. Katharina-Kapelle im kleinen Ort Selbach ist die älteste Kapelle im Landkreis St. Wendel. Bei einem Pressetermin wurden nun die Maßnahmen zur Wiederherstellung des denkmalgeschützten Gebäudes erläutert. Die Denkmalstiftung stellt für die Behebung der Schäden dank der GlücksSpirale 40.000 Euro zur Verfügung.

Die wohl im frühen 14. Jahrhundert errichtete Katharinenkapelle befindet sich am südlichen Ortsrand von Selbach und ist das Wahrzeichen des Ortes. Um 1500 erweiterte man sie und im späten 18. Jahrhundert wurde sie umfassend barock umgestaltet. Bei späteren Renovierungen erfolgten weitere Veränderungen.

Aus der ersten Bauphase hat sich der mächtige, quadratische Turm erhalten, an den zu Beginn des 16. Jahrhunderts das längsrechteckige, zweijochige Schiff mit Satteldach und stuckiertem Muldengewölbe gesetzt wurde. Die sogenannte Antoniusglocke stammt aus dem Jahr 1509. Im Zuge der barocken Veränderungen richtete man im Turmobergeschoss eine Klausnerwohnung ein. Auch wurde damals das Pyramidendach mit Laterne aufgebracht.
An dem Kapellengebäude sind etliche Schäden zu beheben.

Unter anderem sind der durchfeuchtete Sockelbereich sowie das schadhafte Gesims sind zu restaurieren. Dazu möchte die Kirchengemeinde durch weitere umfangreiche Arbeiten wie z. B. die Sanierung der Eingangstür, die Erneuerung des Holzbelags im Kirchenraum und die Instandsetzung des Dachgesimses eine zügige Wiederherstellung des Ganzen durchführen.

So wird auch die Einsiedelei restauriert, damit diese im Rahmen von Führungen präsentiert werden kann.

Bei der Katharinenkapelle von Selbach handelt es sich um ein qualitätvolles Baudenkmal von überregionaler Bedeutung. Ihren besonderen Wert machen die Antoniusglocke, eine der ältesten erhaltenen Glocken im Saarland, und die seit dem späten 18. Jahrhundert im Turm überwiegend unverändert erhaltene, in der Region einzigartige Eremitage aus.

Die Selbacher Bevölkerung hat sich beispielhaft durch Spenden und Arbeitseinsatz um das Bauwerk verdient gemacht. Besonders zu erwähnen sind dabei die Malerarbeiten der bereits verstorbenen Malerin „Ulenka“ Ursula Grewer-Bordbach. Ohne diese schönen Malereien wäre die Kapelle nicht das, was sie heute ist.

Die Katharinenkapelle gehört nunmehr zu den über 40 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden, Geldauflagen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein im Saarland fördern konnte.

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